Bürgerkonferenz Essen
Wie wird Deutschland zukünftig mit Energie versorgt?
Energiekunde als Schulfach, mehr Forschung in der Fusionstechnologie, Subventionen von Drei-Liter-Autos und die Entwicklung von kabelfreiem Strom: Bürgerinnen und Bürger aus Essen und Umgebung entwickelten am 13. und 14. März anlässlich der Bürgerkonferenz „Die Energieversorgung der Zukunft in Deutschland“ Empfehlungen für den Energiemix von morgen.
Acht Experten aus unterschiedlichen Disziplinen der Energieforschung standen ihnen beratend zur Seite und diskutierten gemeinsam mit den 36 Teilnehmenden.
Nach lebhaften Debatten um Ideen und Zukunftsvisionen der Energieversorgung von morgen stimmten die Teilnehmenden am 14. März über ihre Empfehlungen ab, die sie in einer Bürgererklärung an Wissenschaft, Politik und Gesellschaft richten.
Die Teilnehmenden fordern die Wissenschaft auf, verstärkt die Speicherung von Energie zu erforschen und weitere erneuerbare Energien unter gleichzeitiger Verminderung von Umwandlungsverlusten zu erschließen. An die Politik richten die Teilnehmer die Empfehlung, Energiebilanzziele grundgesetzlich zu verankern.
Die Kommunen sind dazu aufgefordert, den öffentlichen Personennahverkehr für Bürger attraktiver zu machen. Ein gesellschaftliches Umdenken hin zu einer bewussteren und umweltschonenden Energieversorgung und -nutzung soll ebenfalls seitens der Politik stärker gefördert werden. Unterstützt haben die Teilnehmer auch die Empfehlung, Themen wie Energieversorgung, Klimaschutz und Nachhaltigkeit stärker in die Lehrpläne der Schulen zu integrieren.

