1. Bürgerkonferenz in Karlsruhe
Karlsruher Bürger nahmen die Energienutzung von morgen ins Visier
14 Stunden debattieren, zuhören, abwägen, diskutieren und abstimmen: Am 30. und 31. Oktober entwickelten 41 Bürgerinnen und Bürger im Alter von 22 bis 74 Jahren in Karlsruhe ihre Visionen und Ideen für die Energienutzung der Zukunft in Deutschland.
Die Bürgerinnen und Bürger einigten sich auf fünf Visionen aus den Bereichen Wertesysteme, Wohnen, Transparenz des Energieverbrauchs und intelligente Energienutzung. Während des Meinungsbildungsprozesses gaben Experten immer wieder Hinweise zum Stand der Forschung, steuerten Fachwissen bei und diskutierten mit den Bürgern über die möglichen Gestaltungsoptionen der Energienutzung.
Unter anderem entwickelten die Karlsruher Bürger ein Konzept für ein „Intelligentes Haus“, das Energie sparen hilft: Es schaltet selbstständig das Licht aus, sorgt für Durchlüftung und wäscht die Wäsche dann, wenn von Kraftwerken viel Energie bereit gestellt wird und die Waschmaschine voll ist.
Die Visionen und Ideen dieser 1. Karlsruher Bürgerkonferenz im Projekt „Wissenschaft debattieren!“ waren Ausgangspunkt für eine 2. Karlsruher Bürgerkonferenz am 20. und 21. November, bei der 43 „Praktiker“ — Menschen, die sich beruflich, ehrenamtlich oder privat mit dem Thema Energienutzung beschäftigen — Umsetzungswege für die Visionen diskutieren.
Die Ergebnisse beider Bürgerkonferenzen flossen in eine gemeinsame Bürgererklärung, die Entscheidungsträgern aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft vorgestellt wurde.
Beide Karlsruher Bürgerkonferenzen fanden statt mit freundlicher Unterstützung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).

