Als Ergebnis der Konsensuskonferenz „Wie sieht die Energieversorgung der Zukunft in Deutschland aus?“ wurde am 08. Februar das Bürgergutachten mit Handlungsorientierungen in den Bereichen Strom, Wärme und Kälte, Mobilität und Produkte an Wissenschaft und Politik übergeben.
Ergebnisse, Entscheidungen und Empfehlungen der Bürgerinnen und Bürger
Den drei üblichen Leitkriterien der Energieversorgung: Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit, Versorgungssicherheit fügen die Bürger das Kriterium der Sozialverträglichkeit hinzu – aus WUV wird WUVS! Sie kritisieren, dass es zu wenig objektive Informationen und Beratung gibt, wünschen sich von der Wissenschaft mehr Forschung in Richtung Visionen und von der Politik mehr Investitionen in regenerative Energien und intelligente Technologien. Sie sind empört über nicht gelöste Lagerprobleme radioaktiver Abfälle. In ihrer Utopie für 2050 skizzieren die Bürger das Bild einer nachhaltigen Energieversorgung mit vernetzten und dauerhaften Lösungen, die auf regenerative Energien und Einsparungen setzen.
Bereich Strom
Wichtiges Ziel der Bürger ist Versorgungssicherheit im Rahmen von Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit, Versorgungssicherheit, Sozialverträglichkeit. Einsparungen könnten durch eine verstärkte Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung realisiert werden. Wichtig ist eine deutliche Erhöhung des Anteils regenerativer Energien sowie dezentraler Energieerzeugung, auch durch sinnvolle Subventionen und innovative Forschung. Bei der Frage, ob die Kernspaltung im Jahr 2050 noch einen Beitrag zur Stromversorgung leisten sollte oder nicht, konnte kein Konsens erreicht werden. Mehr
Bereich Wärme und Kälte
Auch im Bereich Wärmeversorgung setzen die Bürger auf erneuerbare Energiequellen, dezentrale Wärmeversorgung und Einsparungen, zum Beispiel durch höhere Gebäudeeffizienz und Heiztechnik. Zentrale Voraussetzungen hierfür sind mehr Investitionen in Forschung und Entwicklung von intelligenten und energiesparenden Technologien, verbesserte Beratung und kluge Anreizsysteme – im Haushalt und in der Industrie. Mehr
Bereich Mobilität
Um das Grundbedürfnis Mobilität zu decken, soll nach Willen der Bürger verstärkt auf Biokraftstoffe aus Abfall, auf Wasserstoff-, Elektro- und im Übergang auch auf Hybridantriebe gesetzt werden. Hierfür müsste die Wissenschaft das Speicherproblem lösen. Energieeinsparungen sind durch ein verbessertes Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs möglich: Aus dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr solle ein Unternehmen werden und der Rhein-Ruhr-Express Realität werden. Mehr
Bereich Produkte
Bei der Herstellung von Kunststoffen und Düngemitteln sollen Kohle, Biomasse und evtl. weitere neue Stoffe Öl und Erdgas weitgehend ersetzen. Die Energieeffizienz und Wiederverwertung von allen Produkten soll drastisch erhöht werden. Verlässliche Ökobilanzen und einheitliche Gütesiegel sollen den Verbrauchern alle Informationen bezüglich des Energieverbrauchs bei ihren Entscheidungen geben. Mehr
Die vollständige Version des Bürgergutachtens finden Sie hier als PDF:
Das Bürgergutachten
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