Dr.-Ing. Johannes Wiedemeier, Bezirksregierung Münster: Die Frage nach der zukünftigen Energieversorgung ist für uns alle von Bedeutung und es ist erfreulich, dass hierzu Antworten und Ideen von interessierten Bürgern eingebracht werden.
Aus hiesiger Sicht ist das Gutachten gut gegliedert, lässt jedoch Raum für weitere Ideen und Perspektiven.
Solche sind m.E. im Bereich der Energiespeicherung notwendig, damit regenerative Energieformen (Wind-, Photovoltaik-, wärmegeführte Biogas- und BHKW-Anlagen) gleichmäßig in das Stromnetz einspeisen können. Eine Vergleichmäßigung der Energieversorgung würde weiter zu einer Gesamtreduzierung der Kraftwerksleistungen beitragen und insbesondere dezentrale Anlagen besser nutzbar machen.
Energiespeicher sind z.B. in Form verbesserter Nutzung der Talsperren als Pumpspeicherkraftwerke, in Form von weiteren Pumpspeicherbecken sowie elektrochemischen (Batterie-)Speichern sinnvoll.
Vielleicht kann eine Vision Realität werden, nach der nur noch der Grundlastbereich von Großkraftwerken bedient wird und darüber hinaus mit Speichertechniken und dezentralen kleineren Energieerzeugungsanlagen der Rest abgedeckt wird.
Dr.-Ing. Johannes Wiedemeier
Bezirksregierung Münster
Dezernat Immissionsschutz
johannes.wiedemeier@brms.nrw.de