Wirkung und Erfolgsfaktoren einzelner Formate
Abschlussbericht
Der Abschlussbericht zum Projekt „Wissenschaft debattieren!“ von Universität Stuttgart und Wissenschaft im Dialog (WiD), der Gemeinschaftsinitiative der deutschen Wissenschaft, stellt neben allgemein gültigen Erkenntnissen zu Dialogformaten die Wirkung und Erfolgsfaktoren einzelner Formate vor.
Im Zentrum der Analyse standen vier Zielsetzungen der Wissenschaftskommunikation: die Steigerung der Sachkompetenz, der Urteilsfähigkeit sowie die Steigerung des Interesses und der Aufgeschlossenheit gegenüber Wissenschaft. Der Vergleich der sieben Formate liefert Anhaltspunkte dafür, welches Format für welche Zielsetzung geeignet ist. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts fließen ein in die weitere Arbeit von Wissenschaft im Dialog, einige Diskussionsformate sollen in modifizierter Form ausgebaut werden.
Bürgerdialog braucht ein klares Mandat
Wer Jugendliche oder Erwachsene mit Dialogveranstaltungen für Themen der Forschung interessieren will, muss auf ganz unterschiedliche Formate der Wissenschaftskommunikation zurück greifen und dafür sorgen, dass die Meinung der Bürgerinnen und Bürger von der Politik schlussendlich auch gehört wird. Dies ist ein zentrales Ergebnis des Forschungsprojekts „Wissenschaft debattieren!“.
Zielgruppe und Vermittlungsziel genau analysieren
„Eine wichtige Lehre, die wir aus dem Forschungsprojekt ziehen ist, dass Zielgruppe und Vermittlungsziel genau analysiert und bestimmt werden müssen“, sagt Dr. Herbert Münder, Geschäftsführer von Wissenschaft im Dialog. Soll die Urteilsfähigkeit von Schülern gestärkt werden? Sollen Bürgerinnen und Bürger informiert oder soll für ein bestimmtes Verfahren begeistert werden? Welcher Input seitens gesellschaftlicher Gruppen könnte in politische Entscheidungen zurück fließen? „Die Formate unterscheiden sich unter anderem in der Breiten- und Tiefenwirkung: Ausstellungen und Onlineplattformen können eine große Anzahl von Personen erreichen, wirken aber weniger intensiv, wenn es um Lerneffekte und Urteilsbildung geht. Formate, die auf direkten Austausch setzen, sind sehr intensiv in der Tiefenwirkung, erreichen aber deutlich weniger Teilnehmer“, so Münder.

