Schülerforum Stuttgart
Stuttgarter Schüler wollen Energie vom Dach holen
Woher kommt unsere Energie in 20 Jahren? Sonnenkollektoren und Windkraftanlagen hoch über den Dächern der Stadt: Dies ist eine von vielen spannenden Visionen zum Thema „Energiemix der Zukunft“, die die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse der Raitelsbergschule Stuttgart zum Abschluss eines dreitägigen Schülerforums an der Universität Stuttgart präsentierten.
Ginge es nach den Schülern, sähe die Zukunft so aus: Hochhäuser verfügen über eigene Sonnenkollektoren und Windkraftanlagen, die die Wohneinheiten mit Strom versorgen. Nur wenn es mit der „Energie vom Dach“ mal knapp wird, soll Strom aus dem öffentlichen Netz eine zuverlässige Versorgung sicher stellen. Welche Energiequelle genutzt wird, entscheiden die Bewohner der Häuser selbst: Eine Schaltvorrichtung in jedem Haushalt bietet je nach Verfügbarkeit und Kostenintensität die Wahl zwischen Sonnen- oder Windenergie oder einer konventionellen Energieversorgung.
So sieht eine der Zukunftsvisionen der Schülerinnen und Schüler der Raitelsbergschule Stuttgart aus, die sie gemeinsam mit Wissenschaftlern des Instituts für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung der Universität Stuttgart und unter Anleitung von Moderatoren entwickelten.
Zum Abschluss des Schülerforums präsentierten die Schülerinnen und Schüler am 15. April ihre Zukunftsvisionen dem interessierten Publikum. Neben den Sonnenkollektoren auf Hochhäusern sollen bis 2017 Windanlagen im Meer einen wesentlichen Anteil der elektrischen Energie erzeugen. 2022 soll es möglich sein, die Bewegungsenergie von Passanten in Fußgängerzonen durch spezielle Bodenplatten aufzunehmen und in elektrische Energie umzuwandeln. Schwimmende Häuser, die Wellenenergie zur Stromerzeugung nutzen, sollen bis zum Jahr 2033 realisiert werden.

